Zur zweiten Verhandlungsrunde haben wir uns am 25. März 2025 mit Vertretern der mkk in Berlin getroffen. Wirkliche Fortschritte gab es nicht.
Zu Beginn der Gesprächsrunde verwies die Arbeitgeberseite auf die gesunkene Inflation, den vergangenen Tarifabschluss und den insbesondere durch die volle Zahlung der Inflationsausgleichsprämie bereits erfolgen Inflationsausgleich.
Dieser Position sind wir entgegengetreten. Ohne Frage ist die Inflation aktuell deutlich gesunken. Die Inflation setzt aber auf einer erheblich höheren Basis auf, nachdem die Kaufkraftverluste in den Jahren 2022 bis 2024 hoch waren. Die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie ist nur ein Einmaleffekt. Sie hat die Auswirkung der hohen Inflation abgemildert, aber eben nicht dauerhaft ausgeglichen.
Auf die Aufforderung vonseiten der Arbeitgeber, wir sollten unsere Tarifforderung noch einmal erläutern, haben wir eine einfache Rechnung aufgemacht. Wir haben die statistisch ermittelten Inflationsraten in der Zeit von 2019 bis 2024 den im gleichen Zeitraum vereinbarten prozentualen Gehaltserhöhungen gegenübergestellt. Diese einfache Rechnung ergibt eine Lücke von 6,0 Prozent! Wenn man die für 2025 prognostizierte Inflationsrate von 2,3 Prozent hinzuaddiert, wird erkennbar, wie berechtigt unsere Forderung ist.
Diese Ausführung hat die mkk leider nicht zum Anlass genommen, ein konkretes Angebot vorzulegen. Das bedauern wir. Wir möchten aber auch die positiven Signale nicht verschweigen: Bei den Gesprächen über die von uns geforderten Änderungen der Eingruppierungsregelungen haben wir Fortschritte erzielt und im Hinblick auf die von uns vorgeschlagenen Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit verschließt sich die Arbeitgeberseite ebenfalls nicht.
Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Die schwierige finanzielle Lage der GKV insgesamt, die auch vor der mkk nicht haltmacht, wie auch die schwierige Wettbewerbssituation durch den hohen Zusatzbeitrag und die sich daraus ergebenden Kündigungen von Versicherten sind uns bewusst. Wir wollen und werden deshalb auch weiterhin verantwortungsvoll mit der mkk verhandeln. Wir hatten in dieser Verhandlungsrunde allerdings den Eindruck, dass die schwierige Situation für die Beschäftigten aufgrund der erheblichen Kaufkraftverluste in den letzten Jahren von der Arbeitgeberseite nicht gesehen wird. Aber auch für viele Kolleginnen und Kollegen ist die finanzielle Situation ernst!
Die Verhandlungen werden am 9. April 2025 fortgesetzt.
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